Ritchie Robertson: Zur Theorie und Praxis des Erhabenen bei Schiller


Ritchie Robertson: Zur Theorie und Praxis des Erhabenen bei Schiller

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Ritchie Robertson (Oxford): Zur Theorie und Praxis des Erhabenen bei Schiller

[Lichtblicke. Jenaer Vorträge und Schriften Band 1, herausgeben von Helmut Hühn in Zusammenarbeit mit Sven Schlotter]

ISBN: 978-3944830223

Erscheinungsjahr: 2014

Erscheinungsort: Jena

Ausstattung: 40 Seiten, Softcover

 

In der Schrift Über das Erhabene, deren Entstehung umstritten, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber auf 1801 zu datieren ist, geht es Friedrich Schiller um die Anwendung des von Burke und Kant hergeleiteten Begriffs des "Erhabenen" auf die ästhetische und noch mehr auf die moralische Erziehung des Menschen. Durch das Erhabene tritt das moderne Subjekt aus der Ordnung der Natur und gelangt erst zur Freiheit. Es fragt sich nun, wie diese Begrifflichkeit mit dem Verhalten der Hauptpersonen im zeitgleich entstandenen Drama Maria Stuart zu vereinbaren ist. Wird, wie häufig angenommen, die schöne Seele Maria durch Schuld und Sühne geläutert und am Schluss des Dramas zur leidgeprüften Verkörperung des Erhabenen? Zu zeigen ist, dass Schiller durchaus keine "Marionetten mit himmelblauen Nasen" (Georg Büchner), sondern lebendige, dreidimensionale, mit Hilfe einer wirklichkeitsnahen Psychologie entworfene Charaktere auf die Bühne bringt, und dass das Verhältnis zwischen dem abstrakten Begriff und dem Verhalten der Bühnencharaktere kompliziert und widerspruchsvoll ist.

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